PASST! Adaptivität durch Partizipation? Perspektiven für Unterricht und Schule

Am Dienstag, 30.06.2026, von 15 bis 17 Uhr findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „IBBW-Wissenschaft im Dialog“ eine Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Tobias Kärner, Jochen Wandel und Holger Nagel statt - zum Thema, wie Partizipation zur Adaptivität in Unterricht und Schule beiträgt.

30.06.2026, 15:00 - 17:00 Uhr


Partizipation trägt wesentlich zur adressatengerechten Gestaltung von Lern- und Arbeitsumgebungen bei, indem unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse in schulische und unterrichtliche Entscheidungsprozesse integriert werden. Das belegen Befragungen verschiedener Akteursgruppen, darunter Lernende, Lehrpersonen, Auszubildende und betriebliches Ausbildungspersonal, zur wahrgenommenen Einflussnahme auf Bereiche wie Inhalte, Methoden, Leistungsbewertung und die Organisation von Lernumgebungen.

Prof. Dr. Tobias Kärner (Universität Hohenheim) stellt ein Rahmenmodell vor, das Partizipation als zentralen Bestandteil von Lehr- und Lernprozessen begreift und verschiedene Formen der Einflussnahme unterscheidet: von selbstbestimmter Teilhabe über Mitsprache bis zu fremdbestimmten Prozessen. Partizipation wird dabei als sozialer Aushandlungsprozess verstanden, der auf informierten, kooperativen und dialogischen Entscheidungspraktiken beruht. Die Befragungen zeigen jedoch auch ein Spannungsfeld zwischen Anspruch und Praxis und liefern damit Impulse für die Weiterentwicklung partizipativer Strukturen: Unter welchen Bedingungen kann schulische Partizipation gelingen, und wie lassen sich Strukturen gestalten, die Wege von Fremdbestimmung zu selbstbestimmter Teilhabe eröffnen?

Jochen Wandel stellt zwei an seiner Schule etablierte Partizipationsformate vor: den „WM-Tag, bei dem Klassendelegierte mehrmals jährlich zu Schulentwicklungsthemen zusammenkommen, sowie das Konzept offener Lernangebote („LeA). Beide Formate zeigen, wie Partizipation und Verantwortungsübernahme als selbstverständlicher Teil der Schulkultur verankert werden können.

Holger Nagel berichtet von der #ZukunftsWELTstatt am Hellenstein-Gymnasium Heidenheim, in der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam in kreativen Workshops, etwa mit Elementen des Design Thinking, Schule und Unterricht partizipativ weiterentwickeln. Das Konzept ist in einen ganzheitlichen „Whole System Approach im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eingebettet.

Zielgruppe

Lehrkräfte, Schulleitungen, Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler

Kontakt

Nicole Stein
E-Mail: nicole.stein@ibbw.kv.bwl.de

Weitere Informationen

Anmelde- oder Einreichungsfrist

28.06.2026

Kosten

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Kategorisierung

Art des Termins

  • Workshop / Seminar

Veranstaltungsform

  • Online