Transkript zu „VR im Sportunterricht: Tanzen und Körperbewusstsein neu erleben in VR“
Hier finden Sie das Transkript zum Interview mit Luisa Heyn von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Für die bessere Lesbarkeit wurden leichte sprachliche Glättungen vorgenommen.
Tamara Schilling: Herzlich Willkommen zu unserer Interviewreihe „VR im Sportunterricht“. Dieses Interview ist unser letzter Teil dieser kleinen Reihe auf unserem Portal schule-mal-digital.de. In den beiden bereits erschienenen Interviews wurden uns zwei Projekte aus dem Verbundprojekt KuMuS-ProNeD vorgestellt, die sich mit innovativen Unterrichtskonzepten mit VR beschäftigen. Nachdem wir nun bereits Einblicke in VR-Simulation mit Tischtennis und Fitnessboxen hatten, geht es heute ums Tanzen. Ich bin Tamara Schilling vom Leibniz Institut für Wissensmedien in Tübingen, und in unserem dritten Interview darf ich heute Frau Luisa Heyn begrüßen. Schön, dass Sie da sind.
Luisa Heyn: Ja, schön, dass ich da sein darf.
Tamara Schilling: Frau Heyn, Sie sind akademische Mitarbeiterin, an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und dort beschäftigen Sie sich vor allem mit dem Einsatz von VR im Bereich „Tanz und Körper erleben“. Um hier vielleicht besser zu verstehen, was Sie da genau machen, stellen Sie doch bitte kurz Ihr Projekt vor und erklären uns: Wie nutzen Sie die VR im Bereich tanzen?
Luisa Heyn: Wie Sie schon gesagt haben: Bei uns steht Tanz im Fokus. Natürlich beschäftigen wir uns hier und da auch mal mit anderen Sportarten, aber bei uns steht Tanz eben im Fokus, und damit die ästhetisch kulturelle Tanzvermittlung im Sinne von: Wie kann man es jedem Menschen ermöglichen, zu tanzen? Ästhetisch dann auch nicht im Sinne von schön, sondern ästhetisch im Sinne von: über die Sinne den Tanz wahrnehmen. Und wir haben uns gedacht, wir möchten da gerne digitale Medien einsetzen, um den Lehrenden, aber auch den Lernenden die Möglichkeit zu bieten, sich selbst im Tanzen so ein bisschen zu erforschen, unter nicht immer diesen Leistungsvoraussetzungen, die normalerweise in den Sportarten herrschen.
So was wie, du musst die und die Choreografie nach den und den Maßstäben tanzen können und dann und dann kannst du erst die Note 1 bekommen. Und genauso geht es auch in der Vermittlung bei Lehrkräften: Wie kann man Tanz vermitteln, weil da ganz oft die Schwierigkeit besteht: ich kann ja selber nicht tanzen, das heißt, ich kann es auch nicht vermitteln. Aber wir haben durch den Einsatz der digitalen Medien herausgefunden, dass es eben auch möglich ist, das zu machen, auch wenn man nicht Tänzer ist oder Tänzerin ist.
Tamara Schilling: Wie kann ich mir denn diesen Einsatz konkret vorstellen? Also wie benutzen Sie VR in ihren Settings?
Luisa Heyn: Also, wir haben mehrere Möglichkeiten tatsächlich hier in Mainz. Unter anderem haben wir einmal mit dem IWM in Tübingen ein Projekt gestartet, in dem wir auch so ein bisschen mehr uns darauf fokussieren, wie können wir Choreografien anhand von VR vermitteln? Da geht es darum: Wir haben Choreografien aufgenommen im Bereich Breaking, diese sowohl in VR als auch 360-Grad-Videos, also in einem schönen großen Raum, in dem wir verschiedene Moves, verschiedene Choreografien getanzt haben. Und jetzt schauen wir, inwieweit Schülerinnen und Schüler diese Choreografien erlernen können.
Und da untersuchen wir das Ganze mit Studierenden, an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz. Dann haben wir auch die ästhetisch kulturelle Tanzvermittlung. Da haben wir ganz viele Schulprojekte jetzt zu gemacht im Sinne von: Wie kann man sich explorieren und experimentieren mit Bewegung in der VR-Welt?
Und wie wir das Einsetzen, das ist mit der App Openbrush. Die kann man sich eigentlich ganz easy vorstellen. Und zwar geht es darum: Man befindet sich eigentlich in einem leeren Raum und hat wie einen Stift in der Hand und kann in dem Raum ganz viel umherzeichnen, egal, was man zeichnen möchte. Als wäre man selbst in einem immersiven Raum, und kann da die Wände bemalen. Oder einfach in der Mitte des Raumes was malen. Alles, was um einen drumherum ist, kann bemalt werden. Und das, was wir dann damit machen, ist zum Beispiel: Diese Gemälde, diese Zeichnungen, die die Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte angefertigt haben, wie kann man diese mit dem Körper nachempfinden? Welche Bewegungen sind möglich?
Und da wir in der Uni Mainz auch viel mit Gestaltungskriterien arbeiten, die dann auch später das Bewerten von Choreografien ermöglichen. Und da kann man dann zum Beispiel diese Bewegung, die man vorher gezeichnet hat, dann mit dem Körper nachvollziehen. Und so dann eben auch so ein bisschen, nicht nur das Bewegungsfühlen, sondern auch das Bewegungssehen schulen.
Wir arbeiten auch mit der 360 Grad Kamera. Da haben wir mit dem KIT und besonders mit dem Dr. Philipp Rosendahl, so eine kleine Erfahrungsmöglichkeit, indem wir geschaut haben, wie ist es denn möglich Choreografien zu lernen mit der 360-Grad-Kamera. Normalerweise ist das Vorgehen so: Man stellt die Kamera in den Raum und dann passiert alles, was passiert. Man kann damit super Unterrichtsbeobachtung etc. machen. Aber im Tanzen bewegt man sich viel. Da bewegt man sich um die Kamera drumherum und wenn man zum Beispiel vorher neben der Kamera stand, ist man auf einmal 10 Meter weiter vor der Kamera. Das heißt, wie muss man diese 360 Grad Kamera einsetzen, damit dieses Choreografie erlernen von Schülerinnen und Schülern dann erst möglich ist? Wir haben herausgefunden am besten ist es, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler in die Mitte stellt, mit einer Kamera auf den Kopf. Und sich praktisch mit den Bewegungen der anderen mitbewegt. Wir haben dann vier Leute drumherum platziert: Also einmal vorne, hinten, rechts und links und haben dann diese Choreografie getanzt. Und so ist es dann den Schülerinnen und Schülern, die dann sich das später am Handy angucken möglich, immer eine 360-Grad-Umsicht zu haben. Im Tanzen ist es einfach so, manche Bewegungen kann man gut von hinten erkennen, manche gut von vorne. Und so hat man halt die Möglichkeit zu sagen, wo will ich jetzt eigentlich gerade was abgucken, welche Person brauche ich um mich herum? Genau das sind so unsere Schwerpunkte.
Tamara Schilling: Hatten Sie denn mit einem dieser Beispiele schon die Möglichkeit nicht nur das in der Theorie sich zu überlegen, sondern auch vielleicht mit Lehrkräften oder Schülerinnen und Schülern auszuprobieren?
Luisa Heyn: Ja, haben wir tatsächlich schon. Wir haben an unserer Uni ein Modul, das heißt M10, da geht es um Projekte an Schulen. Und wir haben da die Gunst der Stunde genutzt und haben das ein bisschen digitalitätsspezifisch ausgelegt und haben gesagt, alle Studierenden, die sollen ein Projekt in Bezug auf digitale Medien machen. Und da haben wir tatsächlich auch mit dem Standort in Mainz zusammengearbeitet, mit den Musikern. Da waren wir an einer Schule, die Musiker haben mit dem Musikleistungskurs ein kompositorisches Stück mit DJing, VJing gemacht. Und wir haben mit dem Grundkurs Sportunterricht mit dieser ästhetisch kulturellen Tanzvermittlung im Sinne von Einsatz von VR gearbeitet und haben dann geguckt, wie wir diese beiden Sachen übereinanderlegen können. Das heißt, die Musiker haben die Musik gemacht, die Tänzerinnen und Tänzer haben getanzt und dann haben wir daraus eine Aufführung gemacht in der Schule. Da kamen sehr viele Menschen. Die Schüler die hatten am Anfang ganz, ganz dolle Angst, weil sie gesagt haben, sie können ja alle nicht tanzen, das ist überhaupt nicht möglich und wollten schon gefühlt alles absagen. Schlussendlich haben wir dann auch herausgefunden, dass durch den Einsatz von der VR, die Scham, die im Tanz herrscht, einfach reduziert werden kann. Das heißt, dieses Ausprobieren und sich mal neu erleben, durch neue Bewegungen ist einfach durch diese VR-Brille möglich, weil wenn man nicht irgendwie noch vielleicht jemanden rufen, schreien hört in der Sporthalle. Dann ist man total bei sich und kann, ohne dass man das Gefühl hat, gesehen zu werden, alles ausprobieren, was man möchte. Und dann hatten wir jetzt auch die Möglichkeit, dass an verschiedenen Schulen auszuprobieren.
Das heißt, wir haben Lehrkräfte ausgebildet, wie dann dieser VR-Einsatz funktionieren kann. Wir haben Unterrichtsverläufe und Unterrichtsreihen mit diesen entwickelt und haben dann die Lehrer, sag ich mal mehr oder weniger auf die Schülerinnen und Schüler losgelassen. Und haben da dann immer das Ganze jede Stunde protokollieren lassen und beobachten lassen von unserem Team hier in Mainz. Und haben geschaut, wie können Lehrkräfte denn damit arbeiten? Wie klappt das für die? Wie ist das für die?
Wir sind gerade noch in den letzten Interview-Auswertungen mit den Lehrkräften. Also da sind wir gerade noch ein bisschen dran. Aufgrund der Basis, die wir jetzt in der Theorie und in der praktischen Umsetzung gesammelt haben, haben wir uns jetzt dafür entschieden, gemeinsam mit dem Medienzentrum in Mainz einen VR-Führerschein zu entwickeln. Und durch diesen VR-Führerschein ist es vor allem den Lehrkräften dann möglich, VR-Brillentechnik auszuleihen und diese autark zu nutzen. Mit diesem Führerschein ermöglichen wir das den Lehrkräften, weil die dann immer sagen, ja, es ist toll, das alles so mitzubekommen, diese ganzen Fortbildungen zu haben, aber wir haben die Sache nicht vor Ort. Das ist eben einfach superteuer, sich das anzuschaffen und das Budget in der Schule ist nun mal begrenzt. Und mit dieser Möglichkeit haben wir die einfach kostenlos die Sachen auszuleihen, die können beim Medienzentrum Anfragen, bekommen, dann alles eingerichtet und können das dann einfach in der Schule einsetzen.
Tamara Schilling: Das klingt auf jeden Fall schon mal sehr schön, also, dass sie jetzt nicht nur das in der Theorie, sondern auch in der Praxis schon ausprobieren konnten und so aussagekräftiges Feedback bekommen und dass diese Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum klappt, dass das quasi jetzt auch in die Praxis weiter reinstrahlen kann, das klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend.
Mich würde da interessieren, welche Veränderungen bringt, denn der Einsatz von VR oder diesen 360-Grad-Videos mit sich.
Luisa Heyn: Inhaltlich wäre da zum Beispiel einfach die Veränderung des Bewegungserlebens. Die Arbeit mit VR, die ermöglicht eben viel mehr als jetzt einfach nur dieses klassische Bewegungslernen.
Ganz oft ist es sehr schwer, sich die Bewegung vorzustellen. Wenn wir jetzt aber in der VR-Welt arbeiten und das mal sehen können, dann können die Schülerinnen und Schüler auch so in der Transparenz so ein bisschen mehr erkennen, ah, das muss ich machen. Damit muss ich arbeiten. So kann ich die Sachen kombinieren und sich vielleicht einfach so auch einen kleinen Spickzettel zu zeichnen für die Tanzchoreografie. Dann haben wir die Wahrnehmung des Körperbewusstseins und allgemein des Körpers, die verändert sich durch Tanz. Sowohl mit der VR-Brille als auch ohne.
Tanz ist da eine super, super Möglichkeit mal wieder herauszufinden, was kann mein Körper eigentlich? Welche Möglichkeiten hat mein Körper und wie kann ich Sachen ausführen? Vor allem ich kann mich super viel ausprobieren, so ohne dieses Schamgefühl zu erleben. Ein ganz großer Punkt, den ich hier vor allem auch mit aufmachen möchte, ist einfach dieses Schamgefühl von Schülerinnen und Schülern, weil normalerweise hat man einen Ball, man hat ein Seil, man hat irgendwie ein Gerät, mit dem man im Sportunterricht arbeiten kann. Im Tanz ist es der Körper und der steht im Fokus. Und dieses, sich trauen mal komische Bewegungen zu machen ist durch die VR wie aufgelöst. Also die Schülerinnen und Schüler machen das einfach ohne wirklich darüber nachzudenken, weil sie eben so viel Spaß daran haben, das in der VR-Welt auszuprobieren, aber auch so viele neue Möglichkeiten haben überhaupt mal was ausprobieren zu können, ohne dieses ständige Gefühl von, ah, mich gucken eigentlich gerade an alle an und ich, ich habe gerade Panik das zu machen. Diese choreografische Dimension einfach, wo man sagen kann, man kann sich die Bewegungen zeichnen und ich laufe dann eigentlich wie so einen Parcours meine Choreografie ab. Wenn wir mehr auf die Didaktik gehen, dann ist natürlich der ganz große Fokus auf Differenzierung, Adaptivität und das selbst bestimmte Lernen, weil die Schülerinnen und Schüler hier eben die Möglichkeit haben, Verschiedenes auszuprobieren und vor allem selbstständig Sachen zu explorieren und zu experimentieren.
Natürlich ist das im normalen Sportunterricht auch möglich. Das heißt, die VR-Welt oder 360-Grad oder auch Video-Technologie kann für Lehrkräfte eine super Assistenz sein im Unterricht. Die Lehrkraft muss nicht mehr überall sein, sie kann immer mal wieder reinschneiden. Sie ist immer noch die Überhand, gar keine Frage, weil sie entscheidet, was eingesetzt wird, aber sie kann eben hier die Hilfe sich einholen, um halt diese körperliche Exponiertheit und diese Angst vor, ich muss vorn diese Choreografie tanzen fällt weg. Die Lehrkraft muss nicht mehr vorne und, ich zitiere jetzt hier einige Lehrkräfte aus Interviews, die wir geführt haben, nicht mehr vorne herumhampeln, sondern sie muss einfach als Assistenz praktisch da sein. Die Schülerinnen und Schüler unterstützen in ihrem eigenen Lernprozess. Was natürlich auch der Lehrkraft sehr viel Arbeit und vielleicht auch Angst abnimmt. Die Schülerinnen und Schüler, die haben dieses Video und können die Choreografien davon lernen. Die Lehrkraft ist in dem Falle Lernbegleiter. Das heißt, da verändert sich auch so ein bisschen was in der Rolle, Lehrkraft und Lernende, eine Art Teamarbeit. Also es gibt da einfach irgendwie so eine Möglichkeit, den Unterricht noch mal so auf eine andere Ebene zu bringen. Diese immersiven Lernräume, das bietet einfach eine Möglichkeit, nicht nur das Lernen im Unterricht zu ermöglichen, sondern vor allem auch zu Hause. Man könnte die Videos mit nach Hause nehmen. Können Sie sich das noch mal anschauen. Und auch vor allem für verletzte Schülerinnen und Schüler, weil das Problem gibt es im Sportunterricht immer. Irgendwer ist verletzt, irgendwer hat seine Sachen nicht mit dabei. Da hat man eben dann die Möglichkeit, dass auch die Schülerinnen und Schüler da so ein bisschen mit in den Arbeitsprozess mit eingebunden werden können. Da haben die Lehrkräfte dann auch eine Möglichkeit, die dann eben so einzubinden, wie alle anderen Schülerinnen und Schüler auch. Sei es jetzt nicht aktiv im Unterricht, aber wenigstens in der Vermittlung oder im Korrekturverhalten. Und die Schülerinnen und Schüler können das eben auch gleichzeitig mit nach Hause nehmen und können sagen, ich muss eben auch für Sportunterricht lernen. Das heißt, ich kann halt die Inhalte, die ich im Unterricht gemacht habe, mir noch mal zu Hause anschauen.
Der letzte Punkt in diesem Bereich, die Kreativität der Schülerinnen und Schüler kann eben viel vielfältiger, weil das ist immer so ein Punkt, ja, ich weiß gar nicht, was ich machen soll. Und eine Übung, die wir haben, ist zum Beispiel bei der VR-Brille hat man den Joystick, den kann man in dieser App halten hat man den Joystick, den kann man in dieser App halten und einfach sich ganz wild durch den Raum bewegen, egal wie, ob da Aufgaben von außen kommen, was die Schülerinnen und Schüler machen sollen oder ob einfach gesagt wird, du hältst jetzt auf diese Musik den Knopf gedrückt und bewegst dich wild durch den Raum und danach empfindest du deine Bewegung mit der Schulter, mit deiner Nase, mit dem Bauchnabel, wie auch immer, versuchst du einmal diese Bewegung, die du gezeichnet hast, wahrzunehmen und nachzufahren. Und allein dadurch ist das eigentlich schon ein Tanz und ist das schon kreativ.
Tamara Schilling: Das klingt nach einer kreativen Möglichkeit, sich auszuleben und sich selber auszuprobieren und so, wie Sie sagen, neu wahrzunehmen. Also ich glaube, das bringt eine ganz neue Perspektive rein in den Sportunterricht. Zum Abschluss vielleicht ein Blick in die Zukunft: Sie haben uns jetzt schon gezeigt, dass es vielleicht heute schon Möglichkeiten gibt, die es vorher nicht gab, aber vielleicht mal, wenn wir so in den Sportunterricht von, in fünf bis zehn Jahren schauen, wie würden Sie sich denn vorstellen.
Luisa Heyn: Ich glaube, ich würde mal im Themenbereich Tanz tatsächlich bleiben. Ich würde mir das so vorstellen beziehungsweise vielleicht auch wünschen, dass der Sportunterricht mehr durch Tanz geprägt ist, weil nicht mal so die Angst besteht, da Tanz vermitteln zu müssen. Ich glaube, da gibt es sehr, sehr viele Möglichkeiten, die noch nicht ausprobiert wurden, die da sehr großes Potenzial bieten, gerade in Bezug auf Vermittlung von Choreografien, Vermittlung von verschiedenen Stilistiken, weil das eben auch noch ein sehr, sehr großer Angstpunkt von vielen Lehrkräften ist. Nicht alle wollen oder können diese ästhetisch kulturelle Tanzvermittlung so umsetzen, weil sie es noch nicht wissen, wie es funktioniert. Und wir sind fest davon überzeugt, dass diese ästhetisch kulturelle Tanzvermittlung einfach tanzen für alle ermöglicht. Sei es für Menschen mit Adipositas, für Menschen mit Beeinträchtigungen, die vielleicht im Rollstuhl sitzen oder geistige Beeinträchtigungen haben. Für alle ist dieses Tanzen mit der VR-Brille möglich. Und ich glaube, dass es hier eben ein sehr, sehr großes Potenzial gibt, alle mit einzubeziehen. Also da auch im Blick auf so ein ganzheitliches Lernen alle mit einzubeziehen und allen die Chance zu geben, im Sportunterricht mit der ästhetisch kulturellen Tanzvermittlung mitzumachen und ein Teil davon zu sein.
Tamara Schilling: Das klingt auf jeden Fall nach einer sehr positiven und schönen Zukunft, die Sie sich da wünschen. Ich hoffe, dass es vielleicht sogar in die Richtung deutlich weitergeht und möchte ihnen jetzt ganz herzlich für das Gespräch und die spannenden Einblicke in ihr Projekt danken, Frau Heyn.
Luisa Heyn: Sehr gerne.
Tamara Schilling: Das war unser letztes Interview in dieser Reihe und es hat mich sehr gefreut, mit Ihnen über Ihr Projekt zu sprechen und damit vielleicht auch Impulse für einen innovativen, kreativen Sportunterricht weitergeben zu können. Vielen Dank.
Dieses Transkript gehört zum Interview VR im Sportunterricht: Fitness entwickeln mit Boxen im VR.
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